Prof. Dr. Strehlow – Ein Beitrag zum Thema Windenergie in der Elbmarsch

Warum sind wir gegen die Nutzung von Windenergie in der Elbmarsch?

Natürlich ist der Ausbau der sogenannten erneuerbaren Energien, zu der auch die Windenergie gehört, prinzipiell ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz. Dieser Ausbau sollte aber sinnvoll und mit Augenmaß erfolgen.

Die von der Bundesregierung wenig durchdachte „Energiewende“ erfüllt diese Kriterien aber nicht, sondern führt dazu, dass eine Handvoll Investoren das Erneuerbare-Energie-Gesetz nutzt, um sich auf Kosten von uns Steuerzahlern zu bereichern.

  • Sie verschandeln die Landschaft in Norddeutschland systematisch durch gigantische Windräder (Verspargelung) ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf Mensch und Natur.
  • Eine mögliche gesundheitliche Gefährdung und Wertverluste der Grundstücke von in der Nähe von Windrädern lebenden Anwohner werden dabei ebenso billigend in Kauf genommen wie der Tod tausender von Vögeln.
  • Sie erzeugen Energieüberschüsse, die momentan niemand braucht oder nutzen kann, was zu einer jährlichen Verschwendung von Milliarden von Euros an Steuergeldern führt.
  • Mit Begriffen wie „Bürgerwindpark“ werden die wahren Interessen verschleiert und die Bürger und Gemeinderäte desinformiert.

Der Einfluss der Windkraft-Lobby ist so mächtig, dass veraltete Lärmschutzverordnungen bewusst nicht an die aktuelle Situation angepasst werden. Gerade erst ist der Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohngegenden in Niedersachsen [1] auf 400 m verringert worden. Damit wird aber das Thema immer relevanter, vor dessen Untersuchung sich die Politik aber zu distanzieren scheint – der Infraschall. Seit geraumer Zeit verdichten sich die Indizien dafür, dass dieser von Windkraftanlagen unterhalb der menschlichen Hörschwelle ausgesendete Schall erheblichen Einfluss auf Menschen und Tiere haben kann. Untersuchungen z.B. der AEFIS (Ärzte für Imissionsschutz) belegen eine erhebliche Zunahme von Krankheiten, wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindelgefühle und Angstzustände bei Anwohnern, die bis in Entfernungen von 10-20 km zu Windrädern leben.

Aus allem geht klar hervor, dass wir unsere landschaftlich schöne und relativ dichtbesiedelte Elbmarsch mit ihrer einmaligen Vogelvielfalt vor einer sinnlosen Zerstörung durch ein ökonomisch fragwürdiges Projekt wie einen Windpark, in Tespe schützen müssen. Dafür setzen wir uns, die Freien Wähler, ein.

 

[1] Windenergieerlass, Ministerialblatt vom 24.02.2016, Anlage 2, Tabelle 3

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